Die Ausbildung
Die Ausbildung der Topisch Manuellen Schmerztherapie (TMST) ist modular aufgebaut und verbindet gezielte manuelle Schmerzmodulation mit moderner Schmerztherapie, Bewegung und klinischer Alltagstauglichkeit.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Suche nach immer neuen Techniken oder komplizierten Interpretationen,
sondern ein strukturierter und reproduzierbarer Behandlungsablauf,
der sich konsequent an der Rückmeldung des Patienten orientiert.
Die Module bauen systematisch aufeinander auf und vermitteln:
strukturierte Untersuchung und Schmerzprovokation
lokale manuelle Schmerzmodulation
reproduzierbare klinische Abläufe
patientenzentrierte Behandlung
sowie die sinnvolle Kombination mit Bewegung, Belastungsaufbau und Edukation
Modul 1 beschäftigt sich mit Beschwerden der Halswirbelsäule, Schulter-Nacken-Region, Brustwirbelsäule sowie der oberen Lendenwirbelsäule.
Modul 2 behandelt Beschwerden der Lendenwirbelsäule, des Beckens, der Hüfte und der Flankenregion.
Im Mittelpunkt von Modul 3 stehen Schmerzen und Belastungsbeschwerden der oberen und unteren Extremitäten.
Modul 4 widmet sich komplexeren Beschwerdebildern im Bereich Bauchregion, Kiefer und Gesicht.
Neben typischen Schmerzbildern steht in allen Modulen vor allem die klinische Einordnung von Schmerz,
die direkte Überprüfung von Veränderungen während der Behandlung
sowie die praktische Umsetzung im Praxisalltag im Vordergrund.
Die TMST versteht sich dabei nicht als Gegensatz zu aktiver Therapie oder Training.
Vielmehr soll sie moderne Schmerzversorgung sinnvoll ergänzen und Patienten wieder belastbarer für Alltag, Beruf, Bewegung und Sport machen.
Fortgeschrittenenkurs – Kapseltechniken & gelenkbezogene Schmerzmodulation
Der Fortgeschrittenenkurs erweitert die bisherigen Grundlagen um gezielte kapsel- und gelenkbezogene Techniken.
Im Mittelpunkt stehen moderne und nachvollziehbare Anwendungen mobilisierender und manipulativer Techniken im Rahmen der Schmerztherapie.
Dabei geht es nicht um starre biomechanische Modelle oder das „Einrenken“ einzelner Strukturen,
sondern um gezielte sensorische Reize,
die Spannung, Schmerzempfinden und Bewegung positiv beeinflussen können.
Du lernst:
wann gelenkbezogene Techniken sinnvoll eingesetzt werden können
wie kapselbezogene Spannungs- und Schmerzphänomene klinisch eingeordnet werden
wie manipulative und mobilisierende Techniken gezielt, kontrolliert und schonend angewendet werden
sowie wie sich diese sinnvoll mit Bewegung, Belastungsaufbau und Rehabilitation kombinieren lassen
Zusätzlich beschäftigen wir uns mit:
klinischer Entscheidungsfindung
Sicherheit und Kommunikation
patientenzentrierter Anwendung
sowie aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen
Fortgeschrittenenkurs – Schmerztherapie & klinische Praxis
In den Fortgeschrittenenkursen steht die praktische Umsetzung im klinischen Alltag im Vordergrund.
Gemeinsam analysieren wir:
komplexe Patientenfälle
wiederkehrende Herausforderungen im Praxisalltag
Belastungssteuerung und klinische Entscheidungsfindung
sowie die Kombination verschiedener therapeutischer Ansätze
Darüber hinaus werden:
Techniken wiederholt und verfeinert
aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse besprochen
neue klinische Entwicklungen eingeordnet
und patientenzentrierte Lösungsstrategien gemeinsam erarbeitet
Ziel der Fortgeschrittenenkurse ist nicht „mehr Technik“, sondern mehr Klarheit, Sicherheit und Struktur in der Behandlung komplexer Schmerzpatienten.
Die TMST soll Therapeuten dabei unterstützen,
Schmerztherapie nachvollziehbarer,
ruhiger und reproduzierbarer umzusetzen.
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